|
Mit dem Businessplan ist das Geschäftskonzept gemeint. Wer eine Existenzgründungsförderung, sei es durch Zuschuss oder durch Kredit erhalten will, wird kaum daran vorbeikommen, einen Businessplan aufzustellen. In den Businessplan gehört hinein, wer ich bin, was ich vor habe, wie ich damit Geld verdienen will und wie ich das zu finanzieren gedenke. Das klingt alles sehr kompliziert und ist es auch für denjenigen, der sich noch nie mit diesen Fragen näher beschäftigt hat. Was genau gehört in den Businessplan? 1. Die GeschäftsideeBei der Geschäftsidee schildert ihr, was ihr machen wollt. Sei es Telefone verkaufen, Internetseiten programmieren oder Menschen im IT-Bereich zu beraten. Zur Geschäftsidee gehört natürlich grundlegend die Frage, warum ihr glaubt, damit Erfolg zu haben oder wie ihr euch von der Konkurrenz positiv abhebt. 2. Die persönlichen VoraussetzungenUnter diesem Punkt stellt ihr euch selbst vor. Das bedeutet, welche Ausbildung ihr habt oder welche Fähigkeiten ihr sonst mit in das Berufsleben nehmt. Welche Berufserfahrung ihr habt, wie gut ihr die Branche kennt, in der ihr tätig sein wollt. Kurz, ihr stellt hier die eigene Qualifikation dar, die einen anderen überzeugen muss, euch zu fördern oder einen Kredit zu geben. 3. Die MarkteinschätzungHier kommt eine nähere Darlegung der Geschäftsidee. Also, welche Kunden angesprochen werden, welcher Markt für das Produkt vorhanden ist, wie ihr an die Kunden herankommen wollt oder welche Kunden ihr gegebenenfalls schon habt. 4. Die WettbewerbssituationBei diesem Punkt schildert ihr die Konkurrenzsituation. Seit ihr einer von vielen oder habt ihr ein ganz neues Produkt? Seit ihr billiger oder besser als die Konkurrenz oder leistet ihr einen besonderen Service? 5. Produktions-/DienstleistungsfaktorenBei diesem Punkt müsst ihr schildern, wie ihr euer Produkt bzw. eure Dienstleistung erbringt. Alleine oder mit Mitarbeitern. Wenn ja, mit wie vielen Mitarbeitern. Ob ihr ein Ladenlokal anmieten müsst oder ein Büro, wie groß das sein muss, welche Hard- oder Software ihr dazu benötigt. Welche Leistungen ihr erbringt und welche Leistungen ihr von Dritten dazu kaufen müsst. 6. Die StandortwahlHier wird geschildert, welchen Standort ihr euch für euer Geschäft ausgedacht habt und warum dies so ist. Allerdings wird die Standortwahl regelmäßig durch den Lebensmittelpunkt bestimmt. Man eröffnet in der Regel sein Unternehmen dort, wo man wohnt. Darüber hinaus kommt es auch auf das konkrete Geschäft an, wie wichtig die Standortwahl ist. Für den Einzelhändler, der auf Laufkundschaft angewiesen ist, wird die Standortwahl von ungleich größerer Bedeutung sein, als für den Internethändler. 7. ZukunftsaussichtenHier schildert ihr, welche Ziele ihr euch gesetzt habt. In der Regel heißt das, welchen Umsatz ihr in etwa einem, drei oder fünf Jahren erwirtschaften wollt. Das soll natürlich keine freie Schätzung sein, sondern ihr müsst dabei auch darlegen, wie ihr diese zukünftigen Ziele erreichen wollt. 8. Sonstige FragenHierzu gehört etwa die von euch gewählte Rechtsform des Unternehmens. Welche konkrete Rolle ihr in dem Unternehmen ausüben wollt, etwa der Techniker, der Kaufmann oder der Buchhalter oder vielleicht alles zusammen. Dazu gehört auch, ob ihr für euer Unternehmen spezielle Genehmigungen braucht. Und dann, welche Versicherungen ihr abschließen müsst und werdet.
Der Businessplan richtet sich in der Regel an Banken oder Behörden. Diese möchten mit dem Businessplan überzeugt werden, dass eure Unternehmung eine Zukunft hat. Deshalb gehört in den Businessplan nicht nur die Darstellung von euch und eurer Geschäftsidee, sondern es muss der Businessplan ergänzt werden um einen Investitionsplan, einen Liquiditätsplan und eine sogenannte Rentabilitätsvorschau.
Eine brauchbare Checkliste für die Erstellung eines Businessplans findet sich auf der Homepage der Deutschen Ausgleichsbank unter http://www.dta.de/dta purtal/resourcen/Gruenderzentrum/pdf/Checkliste1busine.dtf.
|